Kaninchenwerder

Unser Projekt Jugend- und Integrationsfirma Insel der Chancen ist auf der Insel Kaninchenwerder entstanden und hat von 2009 bis 2017 die Insel mit Projekten und Aktivitäten belebt. Jugendberufshilfe ist hier ebenso eingeflossen wie Natur- und Gruppenaktionen, öffentliche Bildungs- und betriebliche Veranstaltungen, aber auch gastronomische Versorgung, Diese Aktivitäten haben wir bisher zusammen mit Jugendwerk Die Insel gGmbH realisiert.

Ab 2018 werden wir unsere Aktivitäten in den Stadtteil Muesser Holz verlegen. Hier sind soziale Probleme viel dringender zu bearbeiten, so dass wir uns nun darum kümmern. Wenn es auf der Insel eine neue Konzeption und gebündelte Zielvorstellung gibt, können wir uns wieder dafür engagieren.

 

Kontakt:

VSP gGmbH

Thomas Littwin

tel. 0385- 555 72 072   

 


Integrationscoaching MV - Sozialbetrieb Insel der Chancen

 

Fallbeispiel C.

Sozialbetrieb Insel der Chancen ist Teilprojekt des „Integrationscoaching MV“ und fördert  junge Menschen mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt.

C. ist als Beispiel geeignet, weil er auf seinem Weg genau zeigt, dass die individuellen Schwierigkeiten sehr groß – fast zu groß sind, dass aber dennoch oft nur der richtige Anstoß und die eine „Chance“ fehlen. Wenn diese da sind ist nur der eigene Wille nötig, um den Weg in eine berufliche Zukunft zu finden.

C.: 21 Jahre, langjährig arbeitslos, Drogenkonsum, Beziehungsprobleme kam im Januar  2015 über das Aktivierungscoaching von Regiovision  zu uns und hatte im Gepäck:  über 4.000,-€ Schulden, eine Räumungsklage, keinen Schulabschluss und noch nie wirklich gearbeitet.

Bei ihm war sofort spürbar, dass er wirklich eine Veränderung in seinem Leben will. Er hat aktiv mitgearbeitet bei dem ,,Aufräumen´´ in seinem Leben, er wollte die Beziehung mit Freundin und Kind wieder „in Ordnung“ bringen. Er hat mit Hilfe unserer Präventionsstelle BALFIN angefangen, seine Schulden abzuzahlen.

Was für Arbeit ihm Spaß machen würde, wusste er nicht. Er hat ja noch nie gearbeitet.  In der Sommersaison hätten wir Gastro-Anleitung auf der Insel angeboten. Dies wurde nun an Land organisiert:  Ende Februar 2016 konnte ich die Betreiberin eines Schweriner Kaffees für unsere Arbeit begeistern.  Sie erzählte mir,  das sie Fachkräfte sucht und sie gern auch mal einem unserer Jugendlichen eine Chance geben würde. Ich beschrieb C. Sie sagte: „Das probieren wir für einen Tag aus,“  C. machte ein Tagespraktikum in ihrem Kaffee. Nach diesem Tag fragte ich C. wie es gelaufen sei.  C. antwortete: „Wunderbar, das ist das was ich in meinem Leben machen will!“

Ich übermittelte dieses Feedback an die Inhaberin und wir vereinbarten ein weiteres Praktikum. Ich begleitete C. im Praktikum und man merkte schnell, dass C. sehr aufgeschlossen war, dass er lernen wollte und dass er zuverlässig sein wollte.  Und dann bekam C. seinen ersten Arbeitsvertrag. Aber in der zweiten Woche meldete C. sich krank. Ich bekam einen Anruf von der Inhaberin und der Schock war groß.  Zum Glück war C. tatsächlich krank und nach 2 Tagen kam er wieder zur Arbeit.

C. ist nun seit 3 Monaten  im Arbeitsverhältnis. Und wenn ich heute C. auf seiner Arbeitsstelle besuche spürt man, dass er sicherer geworden ist und dass er gut aufgenommen ist in seinem Team  in der Kaffeebar.